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Darten - Dartpfeile
Darten erfreut sich als Freizeit- aber auch als Turniersport großer Beliebtheit. Die Grundregeln sind leicht zu erlernen, so finden auch Anfänger aller Fitnesslevel schnell Einstieg. Ehrgeizigen Profis bietet das Ziel, immer bessere Punktzahlen zu erreichen, sowie die zahlreichen Spielvarianten dauerhaft neue Herausforderungen.
Der Dartsport entstand wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts in England. Im Jahr 1898 meldete ein Amerikaner das Patent für die Papierflügel zur Stabilisierung der Dartpfeile an. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Turniere in England ausgetragen. Der Zimmermann Brian Gamlin legte 1896 die Einteilung der heutigen Dartscheibe fest. Die Dartscheibe besteht aus 20 Segmenten mit einer Wertigkeit von 1 – 20. Der Mittelpunkt ist entweder 25 Punkte (Single Bull) oder 50 Punkte (Bull's Eye) wert. Für einen größeren Anspruch an die Genauigkeit der Würfe liegen hohe und niedrige Punktzahlen nah beieinander. So liegen neben der höchsten Segmentpunktzahl 20 die Punktzahlen 1 bzw. 5. Die Segmente erhalten jeweils durch den Double und den Triple Ring zwei zusätzliche Bereiche. Trifft ein Pfeil diese schmalen Zielbereiche verdoppelt bzw. verdreifacht sich der Punktwert des Segments. Die Abmessungen der Dartscheiben für Turniere sind genau festgelegt. Der Durchmesser beträgt 340 mm und das Bull's Eye misst 12,7 mm. Bei den Dartpfeilen unterscheidet man Soft- und Steeldarts. Softdarts haben eine Kunststoffspitze und werden beim elektronischen Automatendart eingesetzt. Die Spitze von Steeldarts ist aus Metall. Beim Steeldarts notiert ein Schreiber die geworfenen Punktzahlen, beim Automatendart übernimmt diese Aufgabe die Elektronik. Hier werden die aktuellen Punkte nach Registrierung des Wurfs angezeigt. Auch Automaten unterstützen, je nach Modell, mehrere der zahlreichen Spielvarianten. Häufig wird beim Automatendart „301 Double Out“ gespielt.
Bei der Spielvariante "301" hat jeder Spieler zu Beginn 301 Punkte. Abwechselnd werden je drei Dartpfeile auf das Board geworfen und die erreichten Punkte vom Punktestand abgezogen. Ziel ist es, genau null Punkte zu erreichen. Werden in einer Runde mehr Punkte erzielt als zum Erreichen des Nullwerts benötigt, werden die Punkte verworfen. Es gibt mehrere Varianten, um das Spiel zu beenden und den Wert Null zu erreichen. Bei „Double Out“ muss im letzten Wurf ein Double-Feld getroffen werden, beim „Master Out“ kann zusätzlich mit einem Triple-Feld beendet werden. „Straight Out“ erlaubt das Erreichen der Null mit einem beliebigen Feld.
Eine weitere Spielvariante ist „Around the Clock“. Hier müssen die Spieler nacheinander die Zahlen von 1 bis 20 treffen. Gewonnen hat der Spieler der als erstes die 20 erreicht und trifft.
Eine besonders anspruchsvolles und taktisches Spiel ist „Cricket“. Es müssen die Zahlen von 10 bis 20, ein beliebiges Double, ein beliebiges Triple sowie das Bull jeweils dreimal getroffen werden. Trifft man ein Double eines Segments von 10 bis 20 hat man die Wahl, die Punkte zu dem beliebigen Double schreiben zu lassen oder zwei Treffer für das entsprechende Zahlensegment, für das dann nur noch ein Treffer nötig wäre. Es gewinnt der Spieler, der als erstes alle benötigten Felder getroffen und die meisten Punkte erzielt hat.
Es gibt zahlreiche weitere Varianten, die immer wieder für Abwechslung sorgen. Hat man Spaß am Spiel gefunden und ist einem die Dartscheibe zu Hause nicht genug, kann man sich einem der Landesverbände anschließen. Diese stehen unter dem Dachverband „Deutscher Dart Verband“ (DDV) und veranstalten auf Landes- sowie auf Bundesebene zahlreiche Ranglistenturniere. Zudem finden in Deutschland dreimal im Jahr Weltranglistenturniere unter dem Dachverband der World Darts Federation (WDV) statt.
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